LAVA

LABORATORY FOR VISIONARY ARCHITECTURE

STUTTGART UNIVERSITY VOXEL

  • Bauherr:
  • Hochschule für Technik Stuttgart
  • Standort:
  • Stuttgart, Deutschland
  • Partners:
  • Bollinger+Grohmann; Transsolar Klima Eng.
  • Status:
  • Wettbewerb 2009
  • Fläche:
  • 6.200 sqm

Über

Das Gebäude einer Architekturfakultät bietet die Chance einer neuen Definition der Zusammenhänge von Tragwerk, Raum und Raumprogramm. Durch die kompakte vertikale Anordnung ergibt sich die Möglichkeit einer dreidimensionalen Verknüpfung der Ebenen und einer durchmischten Anordnung der Funktionen. Neben der Freiheit des Plans wie in der „Maison Domino“ entsteht die Möglichkeit der Nutzungsflexibilität auf verschiedenen, miteinander verbundenen Ebenen.

Unser Entwurf für den Neubau der Architekturfakultät der Hft Stuttgart definiert diesen als dreidimensionales Raumkontinuum mit vielfältigem Nutzungsangebot und einfacher Veränderbarkeit, als Kommunikationsplattform und Forschungslabor. Durch Rekategorisierung des Raumprogramms mit dem Parameter der Raumstruktur wird das gesamte Programm in die Kategorien „dichte“ Räume wie Büroflächen und Nebenräume und „offene“ Räume, also z.B. Hörsäle und Präsentationsbereiche differenziert. Die Programmelemente werden nicht als Boxen gesehen, sondern durch die Anordnung von tragenden Wandscheiben im 4m-Raster aufgelöst, wodurch Nutzungsflexibilität entsteht.

Das statische Konzept besteht aus Wandscheiben, im Raster unregelmäßig nach statischen Erfordernissen gestellt. Die Gebäudestruktur kann als „kantiger Schwamm“, als räumlich dreidimensional entwickelte Struktur mit verschiedener Porosität verstanden werden. Die unterschiedlich dichten Strukturen stehen in Wechselwirkung mit der Nutzung. Als Weiterentwicklung des Stützenrasters erlauben die unterschiedlich orientierten Wandscheiben Flexibilität in der dritten Dimension, die Schichtung großer und kleiner Spannweiten wird möglich. Das Gebäude benötigt keinen tragenden Kern, die Aussteifung erfolgt über die Positionierung der Wandscheiben. Das gesamte System wurde mittels eines genetischen Algorithmus in Hinsicht auf Durchbiegung und Lastabtragung optimiert.

Die Fassade ist als Patchwork konzipiert, das die unterschiedlichen Nutzungen zum Ausdruck bringt. Geschosshohe Felder können flexibel mit unterschiedlichen Fassadenpaneelen bestückt werden, die mittels auf dem Dach installierter Krananlage gewartet und ausgetauscht werden können.

 

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Design: Toko / Development: Damien Aistrope